Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen wurde 1981 von lateinamerikanischen Frauenrechtlerinnen ausgerufen. Er erinnert an die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung der drei Widerstandskämpferinnen Patria, Maria Teresa und Minerva Mirabal am 25. November 1960 durch Soldaten des Trujillo-Regimes in der Dominikanischen Republik. Der Tod der drei Schwestern ist beispielhaft für die sexuelle, politische und kulturelle Gewalt gegen Frauen.

Seit 1987 wird am 25. November weltweit mit Aktionen auf die Gewalt an Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht. Frauen in allen Ländern setzen sich an diesem Tag rund um den Globus und in jeder Gesellschaft dafür ein, dass die Gewalt an Frauen geächtet wird.

Das Frauenforum Göttingen organisiert seit 2001 Aktionen zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen 2016

Die vollständigen Ankündigungen findet ihr im Flyer Nein zu Gewalt an Frauen.

Den Auftakt bildet das Fahne hissen mit Oberbürgermeister und Landrat, am 25. November, um 13.00 Uhr, mit dem wir den diesjährigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen einleiten.

Die Reform des Sexualstrafrechts: Ein Meilenstein für die Selbstbestimmung oder populistischer Schnellschuss?
Donnerstag 17. November 2016, von 17:00 - 19:00 Uhr, Gerichtslabor, Verfügungsgebäude, Platz der Göttinger Sieben 7 (Campus)
Mit der Reform des Sexualstrafrechts im Juli 2016 wurde der Grundsatz "Nein heißt Nein" im §177 StGB verankert. Ist diese Neuerung ein Durchbruch im Kampf um die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen oder gehen die neuen Regelungen noch immer nicht weit genug?
Diese und weitere Fragen stehen im Zentrum der Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Tatjana Hömle (Humboldt Universität Berlin), Prof. Dr. Sabine Hess (Universität Göttingen) und Imke Heriyn (Frauen-Notruf Göttingen e.V.)
Moderation: Prof. Dr. Inge Kroppenberg (Universität Göttingen)
Veranstalterinnen: Gleichstellungsbüro und Göttinger Centrum für Geschlechterforschung der Universität Göttingen

Sexuelle Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz ,
Dienstag 22. November 2016, von 17:30 -19:45 Uhr, ver.di Geschäftsstelle, Groner-Tor-Straße 32
Sexuelle Belästigungen und Übergriffe am Arbeitsplatz beeinträchtigen das Wohlbefinden und die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen und sie sind weit verbreitet. Vielen Beschäftigten ist nicht klar, dass bereits sexuelle Belästigung im Arbeitskontext verboten ist. Vielen Arbeitgebern ist nicht bewusst, dass sie ihre Angestellten schützen müssen. Wo beginnt sexuelle Belästigung? Wie können Betroffene unterstützt werden?
Diese Fragen sind unter anderem Thema des Vortrages und der Diskussion mit Dipl.-Psych. Maren Kolshorn (Frauen-Notruf Göttingen e.V.).
Veranstalterinnen: ver.di Ortsfrauenrat. ver.di. Bildungswerk ver.di Eintritt frei - Anmeldung erwünscht unter goettingen@bw-ver.di.de oder Tel. 0551 47188

“NEIN heißt NEIN!” zur Reform des Sexualstrafrechts und ihre politische Durchsetzung
Donnerstag 24. November 2016, Beginn: 19:00 Uhr, JT-Probebühne, Hospitalstraße 6
In diesem Jahr wurde es endlich geschafft den Anforderungen der Instanbuler Konvention zu entsprechen. Damit sind zukünftig sexuelle Handlungen gegen den erkennbaren Willen einer Person unter Strafe gestellt. Für diesen Paradigmenwechsel hat Dagmar Freudenberg. Vorsitzende der Kommission Strafrecht des Deutschen Juristinnenbundes e.V. lange gestritten und gekämpft. Wir sprechen mit ihr darüber, welche Hürden ihr begegnet sind und wie sich der lange und steinige Weg gestaltete. Was bleibt noch zu tun und was können wir aus ihren Erfahrungen für zukünftige politische Kämpfe mitnehmen?
Veranstalterin: Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Göttingen

“Ich habe überlebt” - Eine Betroffene berichtet und fordert gemeinsames Aufstehen gegen sexualisierte Gewalt
Freitag 25. November 2016, Beginn: 18:00 Uhr, Hörsaal Auditorium, Weender Straße 2
Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen spricht eine Betroffene über ihren persönlichen Weg das Schweigen über sexuellen Missbrauch zu brechen. Wir begrüßen ihren Mut und unterstützen sie in ihrem Anliegen dem alltäglichen Aufbegehren gegen sexualisierte Gewalt eine breite gesellschaftliche Basis zu geben. Ihre Rede wird gerahmt von Daten und Fakten zu sexuellem Missbrauch und von einer Performance, die das Überleben feiert.
Veranstalterin: Grüne Jugend

Frauenhaus zeigt Bilderausstellung
Freitag 25. November 2016 - Ende Januar 2017,
Mo - Do 9:00 - 16:00 Uhr
Fr 9:00- 13:00 Uhr
Weststadtzentmm, Pfalz-Grona-Breite 84
Flucht in ein neues Leben - Willkommen im Frauenhaus Göttingen lautet das Motto der diesjährigen Bilderausstellung, die das Frauenhaus im Weststadtzentrum zeigt. Bereits zum fünften Mal haben ehemalige Bewohnerinnen unter einfühlsamer Anleitung der Künstlerin Lilly Stehling farbenfrohe und aussagekräftige Acrylbilder gemalt. Dabei haben sich die Frauen in vielfältiger Weise mit dem Thema Flucht beschäftigt.
Die schönsten Bilder der Ausstellung sind wieder als Kalender erhältlich.

Frauen.Flucht.Schutz.Integration
Montag 28. November 2016, Beginn: 18:00 Uhr, Ländliche Erwachsenenbildung. Groner Landstraße 27
Geflüchtete Frauen, die bei uns in Deutschland angekommen sind.suchen nach Sicherheit und Schutz vor Gewalt. Welche Mindeststandards zum Gewaltschutz sind in Geflüchtetenunterkünften erforderlich? Für eine gleichberechtigte Teilhabe brauchen die Frauen Sprachkurse und Maßnahmen zur Integration in den Arbeitsmarkt, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Integration benötigt in allen gesellschaftlichen Bereichen die Geschlechterperspektive!
Referentinnen: Angelika Kruse (Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Göttingen). Conny Hiller (Bonveno gGmbH, Koordination von Gewaltschutz)
Veranstalterin: Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen